Konferenzprogramm

Softwarequalität neu denken im Zeitalter der KI

Ändert sich durch KI-Systeme die Art, welche Qualitätsmerkmale wir berücksichtigen und wie wir Qualität sichern? Diese Frage treibt uns um. Der Workshop soll die Fragestellung genauer unter die Lupe nehmen und KI-Systeme anderen Softwaregattungen wie Embedded Systems oder Informationssystemen gegenüberstellen. Wir untersuchen gemeinsam, ob und wie sich Qualitätsmerkmale zwischen Systemen unterscheiden und wie sich KI-Systeme dabei einsortieren lassen. Sind KI-Systeme ganz anders oder bleibt doch vieles gleich?

Zielgruppe: Tester, Entwickler, Testmanager, Qualitätsmanager, Projektleiter, Product Owner
Voraussetzung: Projekterfahrung, Bereitschaft, sich auf einen neuen Standpunkt einzulassen
Level: Advanced

Extended Abstract:

Ändert sich durch die KI-Revolution die Art, wie wir über Softwarequalität denken und sprechen? Welche Qualitätsmerkmale berücksichtigen wir und wie sichern wir Qualität? Wir beschäftigen uns seit langem mit diesen Fragen und haben die Antwort gefunden: Es kommt darauf an. 

Ein wichtiger Faktor, auf den es ankommt, ist die Softwaregattung. Damit meinen wir eine pragmatische Klassifikation von Softwareprodukten, Systemen, und Komponenten nach wichtigen fachlichen, technischen, und wirtschaftlichen Gemeinsamkeiten. Softwaresysteme lassen sich in verschiedene Softwaregattungen unterteilen, typische Vertreter sind bspw. Embedded Systems, Informationssysteme oder Spiele. Nach unserer Erfahrung hat jede Softwaregattung andere Maßstäbe und Anforderungen an Qualität - brauchen sie möglicherweise sogar unterschiedliche Maßnahmen der Qualitätssicherung? 

In diesem Workshop wollen wir gemeinsam mit den Teilnehmern wichtige Softwaregattungen unter verschiedenen Gesichtspunkten betrachten und ein gemeinsames Bild herausarbeiten. Sind KI-Systeme eine eigene Softwaregattung oder gar mehrere oder vielleicht auch keine?

WPS - Workplace Solutions
Qualitätsmanagerin / Software-Architektin

Dr.-Ing. Dehla Sokenou fühlt sich in allen Phasen der Softwareentwicklung zu Hause, einen besonderen Schwerpunkt bilden allerdings alle Themen rund um Qualitätssicherung und Testen. Bei der WPS ist sie als Test- und Qualitätsmanagerin sowie Softwarearchitektin tätig. Daneben ist sie Sprecherin der GI-Fachgruppe Test, Analyse und Verifikation von Software (TAV).

QAware GmbH

Dr. Harald Störrle ist seit 2000 im Bereich Anforderungen, Prozesse, und Modellierung tätig. Er arbeitet mit Stakeholdern und Fachabteilungen und bringt ihre Wünsche und Ziele in eine Form, dass Entwickler und Architekten daraus gute Software bauen können. Seit ein paar Jahren nennt man das auch „Product Owner“. In einem Paralleluniversum ist er Wissenschaftler mit Schwerpunkt empirische Methoden.

Dehla Sokenou, Harald Störrle
16:00 - 18:05
Vortrag: Mi 4.1

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